Erika Helbichs Bilder sind in der Sparkasse zu sehen

21.07.2001

Foto Erika Helbich mit Dr. Mesinovic
Foto: per. Die Bilder Erika Helbichs sind in der Sparkasse Lauterbach zu sehen. Dr. Asim Mesinovic zeigte sich begeistert.

Lauterbach (per).
"Ein Bild darf nicht erfunden werden, es muss empfunden werden! In den Arbeiten Erika Helbichs begegnen wir einer Malerei, die ebenso unbeirrt wie unorthodox Bildwelten auf den Malgrund bringt, deren Quelle, wie es Caspar David Friedrich für die Kunst fordert, das Herz ist!" In die Seele der Künstlerin und in die ihrer Schaffenswelt trafen die Worte von Karin von Baumbach (Bad Hersfeld) zur Vernissage in der Hauptstelle der Sparkasse Vogelsbergkreis in Lauterbach. Eingeladen dazu hatte der Rotary-Club Lauterbach-Schlitz.

Gerold Beckmann begrüßte die Gäste als Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Vogelsbergkreis, wobei er sich insbesondere über die Tatsache erfreut zeigte, dass der Rotary-Club sein wöchentliches "Meeting" in diese Ausstellung verlegt hatte. "Ein bisschen Ausflug vom Alltag," so drückte es der Präsident des Rotary-Clubs, Dr. Asim Mesinovic, aus.
Ein abendlicher "Kunstspaziergang" der besonderen Art, der die Besucher in seinen Bann schlug. Atmosphären eingefangen mit Öl auf Leinwand, als Aquarell oder aber in Gouache. Die Schäferin, um die sich die wolligen Halbkugeln scharen, ein Bild der Wärme, ein Bild, in dem man sich aufgehoben fühlt. Straßenmusikantinnen, vertieft in ihr Flötenspiel, "Melodie einer südlichen Stadt", gemalt nach einem Konzert, verinnerlicht es Gitarrenklänge wie das Flair südlicher Sonne und die zugehörige Mentalität gleichermaßen. Ob Paris oder das kleine friesische Dorf, ob Pfordt im Vogelsberg oder Vinci in der Toscana, Canale Grande in Venedig oder zahlreiche Impressionen aus der Heimatstadt Schlitz der Künstlerin - verschiedenste Perspektiven, Empfindungen, Stimmungen sind festgehalten. Landschaftsmalerei, Stilleben oder "Gedankenbilder", Blumenbilder wie "Späte Rosen" fangen den Betrachter ein. Wie gerade aus dem Garten hereingeholt scheinen sie.
Aus dem eigenen Beet, nicht künstlich aufgepeppt, hinter ihnen zeigt sich das Bild in geometrischen eisgrauen Formen - die kommende Jahreszeit steht vor der Tür, sie wird kalt. Ein Bild zwischen Frieren und Gemütlichkeit, zwischen Sommer und cooler Idylle. Das lockere Spiel mit der Natur, mit den exakten geometrischen Formen - es ist die tiefe Ernsthaftigkeit, die dahinter steht.
Der Drang nach perfekter malerischer Darstellung, das Hinzaubern einer bestimmten Ausstrahlung bleibt das Wichtigste für die Künstlerin: "Harte Arbeit ist das," so Erika Helbich. "Vier Stunden kann man diese eiserne Konzentration durchhalten. Dann ist Schluss!" Aufgewachsen in Schlitz, betreibt Erika Maria Helbich dort eine eigene Galerie und ist an vielen regionalen und überregionalen Kunstprojekten beteiligt. Die Malerin ist in vielen Kunstkreisen in ganz Deutschland Mitglied. "Die innere Kraft zum Klingen bringen, die tiefgründige Melodie der Seele." Etwas, was Erika Helbich mit auf den Weg gibt. In einer Art und Weise, die fasziniert und die den Betrachter einfach festhält.

 

Quelle: Schlitzer Bote
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